Forschungsprojekte an der Praxisvolksschule

Umwelt-Peers

Umwelt-Peers

 

 

Zeitraum: 2014/15 – 2017/18

„Change will not come if we wait for some other person or some other time. We are the ones we´ve been waiting for. We are the change that we seek.” – Barack Obama

Das Umweltprojekt „Green Force – die Umwelt-Peers“ stellt einen Versuch dar, eine Vernetzung zwischen den Inhalten von ÖKOLOG und der tatsächlichen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, den Umwelt-Peers, in der Volksschule zu schaffen. Neue Entwicklungsschritte ergaben sich zusehends durch die Installierung eines Schulgartens und durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark. Durch die Reflexion mit den Umwelt-Peers über den Inhalt der Einheiten des Umweltprojekts wurde mir bestätigt, dass die Lernerfahrungen aus dem Umweltprojekt auf den Erfahrungen der Lernenden aufbauen, sie sich wohlfühlen und die Unterrichtszeit viel zu schnell vergeht. Die Schülerinnen und Schüler sind keineswegs betrübt über die Belastungen der Umwelt, sondern sie sind aufgeschlossen Lösungswege zu finden. Die Schülerinnen und Schüler nehmen gerne an Aktionen teil und versuchen zusehends die erarbeiteten Themen bewusst im (Schul-)alltag umzusetzen, wie z.B. auf Plastiksackerl zu verzichten, den Müll gewissenhaft zu trennen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen statt mit dem Auto zur Schule zu kommen. Für die Entwicklung des Kindes ist es daher von großer Bedeutung, hinter die Dinge schauen zu können, zu forschen, die Neugierde und den Wissensdurst zu stillen und auch Prob-lemlösungen selbst und gemeinsam durch Partizipation finden zu können.

 

Datenerhebung: Feedback und Reflexionsgespräche der Schüler/innen, Schulgartentagebuch

Zielgruppe: 0.-4. Schulstufe

Gegenstände: Sachunterricht, Deutsch

Kontakt und weitere Informationen: Sonja Zavertanik, BEd (sonja.zavertanik@phst.at)

Durch Bewegung stark werden

Durch Bewegung stark werden

 

In diesem Forschungsprojekt soll untersucht werden, ob Bewegung und Sport eine Auswirkung auf das Selbstkonzept hat und ob verstärkte psychomotorische Angebote dazu beitragen, dass sich Kinder unter einem positiven Blickwinkel wahrnehmen lernen und ein positives Bild von sich selbst gewinnen.

Datenerhebung: Durch laufende Beobachtungen und Dokumentationen, werden die Veränderungen protokolliert.

Zielgruppe: Mehrstufenklasse b (0., 1., 2. und 3. Schulstufe)

Zeitraum: ab dem SS 2018/19

Gegenstände: Bewegung und Sport, Sachunterricht, ICH-Stunde

Ansprechperson: Maria Hanzl, BEd (maria.hanzl@phst.at)

Digitalisierung 4.0 – Kinder und digitale Medien in der 2. Schulstufe

Digitalisierung 4.0 – Kinder und digitale Medien in der 2. Schulstufe

 

Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler auf die immer größer werdenden Herausforderungen in der digitalen Welt vorzubereiten. In der ersten Klasse wurde mit dem Einsatz von iPads, PCs und Inhalten zum Thema ‚Safer Internet‘ begonnen. Der Fokus im zweiten Jahr liegt bei folgenden digitalen Kompetenzen: Bedeutung von IT in der Lebenswelt, Verantwortung bei der Nutzung von IT, Datenschutz und Datensicherheit, Gestaltung und Nutzung persönlicher Informatiksysteme, Dokumentation, Publikation und Präsentation und Darstellung von Information (siehe https://digikomp.at/index.php?id=542&L=0).

Forschungsfrage: Wie kann mit dem gezielten und altersadäquaten Einsatz von digitalen Medien Kindern geholfen werden, sich in der digitalen Welt sicher und selbstständig zu recht zu finden?

Datenerhebung: unterschiedliche Schüler/innen-Feedbacks (z. B.: Ampel-, Daumen-, Zielscheibenfeedback)

Zielgruppe: 2.a Klasse

Gegenstände: Mathematik, Deutsch, Sachunterricht

Ansprechperson/en: Mag. Günther Kienzl, BEd, Angelika Kornberger, BEd MA

Bildungsangebot: Nachhaltige Umweltbildung

Bildungsangebot: Nachhaltige Umweltbildung

 

Zeitraum: 2014/15 - laufend

„Wir alle sind abhängig von den natürlichen Lebensgrundlagen und den Ressourcen, die das Ökosystem Erde bietet. Verschwendung und Ausbeutung, Verlust der Biodiversität und Klimaveränderungen verlangen umfassendes Umdenken und Handeln, um eine nachhaltige Entwicklung für uns und künftige Generationen gewährleisten zu können. Viele erfolgreiche Initiativen zeigen, dass eine nachhaltige Verbesserung der Lebensgrundlagen möglich ist“, so geschrieben im Grundsatzerlass Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung, dem Erlass des Bundesministeriums für Bildung und Frauen aus dem Jahr 2014.

Bereits in meiner Abschlussarbeit  des ÖKOLOG Lehrgangs an der PHSt widmete ich mich dem Thema der nachhaltigen Umweltbildung als inklusives Bildungsangebot für alle Schülerinnen und Schüler in der Volksschule. Im Zuge der umweltpädagogischen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, vor allem aber auch in der Tätigkeit mit Umwelt-Peers erkannte ich, dass es ein aktuelles, wichtiges und lebensnahes Bildungsziel für die Schülerinnen und Schüler darstellt. In einem partizipativen Prozess soll konkrete Mitgestaltung der Schülerinnen und Schüler für einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel als Schwerpunkt gesehen werden. Durch gemeinsame Projekte und Initiativen soll ein Beitrag im Sinne eigenständigen Denkens und bewussten Handelns geleistet werden. Forschendes und entdeckendes Lernen, sowie kreatives Gestalten wird in die Unterrichtsarbeit integriert. Im Zuge des Erlangens des Österreichischen Umweltzeichens war es naheliegend in vielen Bereichen der Umweltbildung gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium zu forschen. Neue Impulse konnten aufgegriffen und mit den Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden.

 

Datenerhebung: Schüler/innen Feedback und Reflexionsgespräche, mündliche Befragung, Onlinebefragung, Fragebogen, Anzahl der Teilnehmer/innen im Umweltprojekt

Zielgruppe: 0.-4. Schulstufe

Gegenstände: alle Gegenstände; vorzugsweise Englisch, Deutsch, Bildnerische Erziehung, Technisches Werken, Sachunterricht

Kontakt und weitere Informationen: Sonja Zavertanik, BEd. (sonja.zavertanik@phst.at)

Singen – Staunen- Sprechen, Aktives Lösen von Sprachentwicklungsstörungen durch Musik

Singen – Staunen- Sprechen, Aktives Lösen von Sprachentwicklungsstörungen durch Musik

Ziel des Projekts ist es, durch den altersadäquaten und strukturierten Einsatz von Musik und Bewegung Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen zu fördern. Durch aktives und gezieltes Training musikalischer Verarbeitungsleistungen soll eine Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten erreicht werden. Die zentrale Bedeutung von musikalischem Handeln für die kindliche Entwicklung im Allgemeinen sowie für die Sprachentwicklung und speziell für das phonologische Bewusstsein wird von aktuellen Studien bestätigt (u.a. Bossen, 2014). Im Mittelpunkt von Singen – Staunen – Sprechen steht die sprachheilpädagogische Begleitung und Förderung unter Anwendung musikpädagogischer und -therapeutischer Verfahren. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die kindgerechte Aufarbeitung, Spiel, Spaß und Bewegung sollen im Vordergrund stehen. Neben dem bewussten Atmen, der Förderung der Melodie- und Rhythmuswahrnehmung sowie der Verbindung von Sprache und Musik durch Singen von Liedern mit Bewegungssequenzen stellen Übungen zum phonologischen Bewusstsein (Silbensegmentierung, Lautsynthese, auditives Gedächtnis, Lautidentifikation, etc.) einen weiteren wichtigen Baustein der sprachheilpädagogischen Begleitung dar.

Forschungsfrage: Wie kann mit dem gezielten und altersadäquaten Einsatz von Musik und Bewegung Kindern geholfen werden, ihre Sprachentwicklungsstörungen zu lösen?

Datenerhebung: Beobachtungen anhand festgelegter Items bzw. Indikatoren

Zielgruppe: Kinder der 1. Grundstufe mit Sprachentwicklungs- und Kommunikationsstörungen

Gegenstände: Sprachheileinheiten, Bewegung und Sport, Musikerziehung, Deutsch

Ansprechperson/en: Prof. Mag. Dr. Gilbert Flecker, Prof. Mag. Karin Rath, Mag. Günther Kienzl, BEd, Angelika Kornberger, BEd MA

Forschen - entdeckendes Lernen

Forschen - entdeckendes Lernen

Da der Lehrplan der Volksschule für den Sachunterricht im Erfahrungs- und Lernbereich Technik auch Themen mit physikalischen und chemischen Inhalten vorsieht und diese auch experimentell erarbeitet werden sollen, ist die Methode des Experimentierens ein Schwerpunkt für meinen Unterricht geworden. In unregelmäßigen Abständen und passend zu Sachthemen der Volksschule werden den Kindern Experimentierstunden, sogenannte „Forscherexpressstunden“ angeboten. Dabei stehen das Erleben, Entdecken und natürlich das eigene Erforschen im Vordergrund.

Ich biete den Kindern unterschiedlichstes Material für diesen Unterricht an; die Schülerinnen und Schüler führen eine Forschermappe, in der sie ihre Arbeitsblätter, Aufzeichnungen, Notizen und Mitschriften sammeln.

Die Experimente werden meist nach dem gleichen Schema durchgeführt. Zuerst werden die Regeln für das Experimentieren genau besprochen, und ich weise die Mädchen und Buben auf Gefahren hin, die auftreten könnten. Anschließend werden die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen aufgeteilt und ein sogenannter Gruppensprecher wird für jede Einheit bestimmt. Nachdem die Kinder ihr Material erhalten haben oder sich zu den einzelnen Stationen begeben haben, sollen die Arbeitsaufträge durchgeführt werden. Dabei steht anfangs die Forscherfrage im Zentrum des Geschehens. Die vorab vermuteten Antworten auf die Frage müssen in der Kleingruppe eingehend diskutiert und auch notiert werden. Zur Aufzeichnung dient stets ein eigens konzipierter Forscherplan.

Als nächsten Schritt führen die Kinder das Experiment nach Anleitung durch. Die Erkenntnisse werden wieder gesammelt und besprochen. Zuletzt werden die Ergebnisse und Erkenntnisse im Klassenverband reflektiert und offene Fragen geklärt.

Forschungsfrage: Wie sehr beeinflussen bereits gemachte Erfahrungen mit chemischen und physikalischen Prozessen das weitere Interesse für Experimente?

Datenerhebung: Fragebogen, Beobachtungen, Reflexionsgespräche

Zielgruppe: 2.b der PVS ( bzw. 1.b 2016/17)

Gegenstände: Sachunterricht, Deutsch/ Sprechen und Lesen, Sprachförderung

Kontakt und weitere Informationen: Andrea Fauland, BEd

Die Rückmeldungen der Schüler und Schülerinnen zu diesen Unterrichtseinheiten ist immer besonders positiv. Viele Kinder erkundigen sich immer wieder, wann der nächste Forscherexpress stattfindet. Außerdem schlagen sie oft eigene Themen vor, die sie interessieren. Manchmal bringen die Mädchen und Buben auch Forscherbücher zu bereits durchgenommenen Themen mit oder erzählen, dass sie Experimente zu Hause mit den Eltern nochmals durchgeführt haben.

SprachSpielGesang – Singen schafft Sprachkompetenz: Sprachliche Förderung durch sprachdidaktische Lieder und Sprachspiele

SprachSpielGesang – Singen schafft Sprachkompetenz: Sprachliche Förderung durch sprachdidaktische Lieder und Sprachspiele

SprachSpielGesang fördert die gezielte Vermittlung sprachlicher Strukturen und Formen. Der Weg liegt jedoch nicht in formalen, schulischen Grammatikübungen, sondern in der kindgerechten Darbietung von Liedern, mit denen Pädagoginnen und Pädagogen vertraut sind. Für die Kinder stehen beim Singen der Lieder in jedem Fall Spiel, Spaß und Bewegung im Vordergrund.

In den Liedtexten kommen zur Unterstützung des sprachlichen Lernens spezielle Strukturen oder Wortfelder gehäuft vor. Dabei können Kinder diejenigen sprachlichen Strukturen aufgreifen, die in der Reichweite ihrer Entwicklung stehen.

Kinder der Musik-Kreativ-Klasse an der Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Steiermark singen regelmäßig Lieder aus dem Fundus des Projekts SprachSpielGesang. Erprobtes aus anderen Bundesländern und aus Kindergärten wird im Bereich der Primarstufe weiterentwickelt, u.a. durch

- Einführen der Lieder,

- Nutzen als tägliches Ritual, auch mit Bewegungssequenzen

- Aufführungen vor Eltern und anderen Kindern,

- Entwickeln eines Musicals.

Zeitraum: von 01.10.2017 bis 30.09.2019

Datenerhebung
: Fragebögen und andere Untersuchungsmethoden (lesson studies, concept cartoons), die in Zusammenarbeit mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule erarbeitet wurden bzw. werden.

Zielgruppe: 1. – 4. Klasse Volksschule

Gegenstände: Deutsch, Musikerziehung.   

Kontakt und weitere Informationen: Markus Zwitter, BEd, Bakk. art; Sabine Moser-Steyer, BEd, MA

„Retten macht Schule – Kinder lernen Leben retten“

„Retten macht Schule – Kinder lernen Leben retten“

Das Projekt ist eine Initiative zur kindgerechten Vermittlung der Maßnahmen bei plötzlichem Herzstillstand. Damit wird die Schulung von Erster Hilfe auf die wesentlichsten und notwendigsten Punkte fokussiert, ohne die Kinder durch zu viel Inhalt zu überfordern. Ein auf jede Schulstufe abgestimmter Inhalt und die Wiederholung sowie Vertiefung des Erlernten in der Folgeklasse sollen die Kinder schrittweise mit dem Thema vertraut machen. Primär wird den Kindern die Scheu vor Wiederbelebungsmaßnahmen genommen und ihnen werden mit theoretischen Inputs und praktischen Übungssequenzen schrittweise die notwendigen Maßnahmen, einschließlich des Einsatzes eines Defibrillators nähergebracht. „Retten macht Schule - Kinder lernen Leben retten“ verstärkt die Sensibilisierung von Kindern im Umgang mit Erster Hilfe unter Hervorhebung der Maßnahmen der Wiederbelebung und fördert darüber hinaus die Bewusstseinsbildung bei Erwachsenen.

Forschungsfrage: Welche medizinischen und praktischen Inhalte der Wiederbelebung (ohne Beatmung) müssen Kindern der 3. (und 4.) Klasse kindgerecht vermittelt werden, um im Falle eines Herzstillstandes einer anderen Person richtig reagieren zu können?

Datenerhebung: Beobachtung, Fragebogen, Evaluierung der Inhalte von Lehrer/innen

Zielgruppe: 3. und 4. Primarstufe

Gegenstände: Sachunterricht, Erste Hilfe

Ansprechperson/en: Katja Stangl, BEd MA, Angelika Kornberger, BEd MA

Potenziale im Fach Textiles Werken (weiter-)entwickeln und begleitend erforschen

Potenziale im Fach Textiles Werken (weiter-)entwickeln und begleitend erforschen

Eine Zusammenarbeit von Volksschulkindern, Lehramtsstudierenden und Hochschullehrenden

Die neue didaktische Strömung in der Hochschuldidaktik ermöglicht ein multidimensionales Lernen. Die Bezeichnung „Cross-Age Didaktik“ ergibt sich aufgrund der altersheterogenen Gruppe. Über ein Schuljahr/Studienjahr wurden Kinder und Studierende gemeinsam unterrichtet. So war ein Ziel des Forschungsprojektes, inwiefern sich die Motivation, Einstellung und zukünftige Unterrichtsgestaltung der Studierenden zum Fach Textiles Werken ändert. Es stellte sich auch die Frage, ob sich auch die Einstellung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Kindes seitens der Studierenden divergiert. 

Die Ergebnisse dieser Arbeit liegen im Sommer 2017 vor.

Der „praktische Teil“ des Forschungsprojektes hatte im Sommer 2016 einen Höhepunkt in der Präsentation der Werkstücke. 

Werken rockt!

Karin Gollowitsch, Elisabeth Heiligenbrunner und Jörg Pongratz

Forschungsprojekt
Forschungsprojekt

CLIL

CLIL

Das Forschungsprojekt CLIL  "Implementierung von CLIL als integrierter Fremden- und Sachfachunterricht" wird geleitet von Mag. Dipl.-Päd. Gail Blahowsky und unterstützt durch Sonja Zavertanik, BEd. Seit dem Schuljahr 2015/16 wurde den Schülerinnen und Schülern die Alltagssprache Englisch kontinuierlich angeboten.

Die Fremdsprache ist nicht Gegenstand des Unterrichts, sondern wird als Medium eingesetzt um neue Sachinhalte des Volksschullehrplans zu erarbeiten. Ein großer Aspekt soll auch darin liegen, bereits Gelerntes mit den Schülerinnen und Schüler in der Fremdsprache zu wiederholen, zu erweitern und zu vertiefen.

Durchwegs haben die Schülerinnen und Schüler der 2.a Klasse sich durch ihr Interesse an der englischen Sprache bewiesen und besuchen auch mit Begeisterung die Unverbindliche Übung Englisch.

Das Forschungsprojekt wurde bereits durch ein Coaching System in der 1.a Klasse durch Sonja Zavertanik, BEd erweitert.

Forschungsprojekt CLIL